Familie Moser


Familie Moser
Wie sich Johann Jacob Wirthgen aus Neuwied und Christine Justine Moser aus Weilburg kennenlernten wird sicherlich nie zu erfahren sein. Wahrscheinlich ist jedoch, daß es Zusammenhänge mit der Herrschaft Beider gibt. Die Fürsten von Neuwied waren sehr eng mit denen von Nassau-Weilburg verbunden. Gegenseitiger Austausch und Besuch könnte Christine Justine Moser nach Neuwied geführt haben.

Bei den Nachforschungen, hat sich dann herausgestellt, daß es bei diesen Vorfahren einige erstaunliche Punkte gibt. In der Reihe der Vorfahren befindet sich die Familie Weinrich und die Familie Geiler, die beide in der Geschichte von Weilburg eine große Rolle gespielt haben.


Familie Weinrich
Johann Wilhelm Weinrich, geb. um 1580 wird 1589 und 1592 als Schüler des Gymnasiums erwähnt. In den Weilburger Urkunden erscheint er immer wieder als Bürger, Handelsmann, Ratsverwandter und Gerichtsschöffe.Er hat seiner Heimatstadt bis ins höchste Alter treu und redlich gedient. 1658 war er noch Gerichtsschöffe im Merenberger Hexenprozess. Dennoch wurde er gemeinsam mit seiner Frau Kunigunde geb. Schnabel, die er am 6. August 1610 geehelicht hatte, der Hexerei angeklagt, nach peinlicher Befragung = Folterung schuldig gesprochen und am 8. Februar 1659 auf dem Marktplatz zu Weilburg öffentlich mit dem Schwert hingerichtet.

Familie Geiler
Weiter ist Stadtleunant Hans Stoffel Geiler ( als Johann Theophyll geboren!) besonders bemerkenswert. Er heiratet 1644 die Tochter des oben genannten Johann Wilhelm Weinrich, Anna Ursula, die 1659 mit ihren Eltern im Hexenprozess für schuldig befunden und hingerichtet wird. Im gleichen Jahr heiratet er wieder. Auf seinem Grabmal steht:

"Ehrenmal weiland des ehrenvesten, vorsichtigen und wohlweisen Herren Hans Stoffel Geilern, wohlverdienten ältesten Ratsschöffen, Kirchen-Senioren, Allmosenpfleger und Handelsmann allhier, welcher im Jahre Christi 1617 den 15. Dezember allhier zu Weilburg geboren, 1644 den 23. Oktober die erste Ehe und 1659 am 18. August in die zweite Ehe getreten, sodann 1661 in das Kirchenseniorat und 1663 in das Schöffenamt, 1672 zum Stadtleutnant erhoben. Nach schriftlicher Vorbereitung löblich vollbrachtem Lebenslauf 1689 den 19. July nachts um 11 Uhr von diesem leben von Gott in seligem Schlaf abgeholt und nahero zur Ruhe befördert worden. Aufgerichtet von dessen hinterlassenen Witiben und den Kindern zu Weilburg."

 

 

 


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